QR-Code Rundgang: (Ur)wald


(Ur)Wald
(Ur)Wald

Dieses kleine Waldstück liegt zwischen den beiden Kleingartenvereinen "Süd-West" und "Klosterkamp".

Hier wachsen Bäume wie Kiefern, Gemeine Hainbuche und Palmweide. Der Bodenbereich ist an der äußeren Kante mit Brombeeren bedeckt und im Inneren wächst wild Unterholz, Farn und Brennnesseln. Er wird seit Jahren bewusst sich selbst überlassen, vom Zivilisationsmüll entfernen abgesehen. Bäume mit Sturmbruch werden nicht beräumt und das Unterholz oder enger stehende Baumsetzlinge nicht entfernt. Langsam entwickelt sich dieses kleine Waldstück zurück in einen europäischen "Urwald"-ähnlichen Zustand, was natürlich noch viele Generationen dauern wird und nur wenn man ihm die Chance dazu gibt.

Die zum Teil eher untypischen Wald-Bäume und der Baumstand, der zumeist in Reihen verläuft, rührt daher, dass dieses Gelände einst einer Baumschule gehörte, die dann jedoch den Standort aufgegeben und die Bäume sich selbst überlassen hat. Hier finden viele heimische Tiere mitten in der Großstadt ein zu Hause.

Dazu gehören:

  • Kaninchen
  • Eichhörnchen
  • Igel
  • Füchse
  • Gartenrotschwänzchen
  • Meisen
  • Amseln
  • Zaunkönige

Pflanzenwelt

  • Kiefern  (lat. Pinus) sind vor allem auf der Nordhalbkugel heimisch. Die Verbreitungsschwerpunkte sind kühl-feuchte Klimabereiche. Es werden aber von vielen Arten auch subtropische und tropische Bereiche besiedelt.
  • Brombeere (lat. Rubus sectio Rubus)

Palmweide



Wussten Sie das?

Viele Menschen verwenden das Wort "Urwald", wenn sie den Regenwald meinen, was  nicht ganz richtig ist. Regenwälder gehören zwar zu den Urwäldern, aber nicht jeder Urwald ist ein Regenwald. Regenwälder wachsen bekanntlich wie ein Gürtel rund um den Äquator, aber Urwälder gibt es fast auf der ganzen Welt.In Deutschland gibt es keine echten Urwälder mehr. Urwaldähnliche naturnahe Überbleibsel verschwindender Größe von ca. 20 – 40 Hektar, gibt es im Nationalpark Harz, im Thüringer Wald, im und um den Nationalpark Bayerischer Wald und in Nordhessen.


Tipp:

Unter Zweigen und Laubhaufen können sich viele Wald- und Gartenbewohner gut verstecken und auch überwintern. Legen Sie daher in einer ruhigen Ecke in Ihrem Garten einen Reisighaufen an, auf den Sie zusätzlich Laub aufschütten. So kommen Igel gut durch den Winter und helfen Ihren Garten Schneckenfrei zu halten. (In unserem Dokumentenbereich finden Sie eine Bauanleitung für ein Igelhaus)



 

 

 

Orientierungskarte:

 

Der rote Kreis zeigt Ihnen wo Sie sich in unserer Anlage gerade befinden.

Die grünen Kreise sind weitere QR-Code Standorte.